Neujahrsempfang 28.01.2011 – Bericht in den Heimatnachrichten

02.02.2011

Perspektiven für die Zukunft sind bestens …
Neujahrsempfang der FDP Felsberg mit Prof. Dr. Ludwig Georg Braun

Der Gastgeber und Vorsitzende der FDP Felsberg, Thomas Schopf, durfte sich am Freitag-abend über einen vollen Ratskeller beim Neujahrsempfang der Liberalen freuen. In seiner Begrüßungsansprache machte Schopf deutlich, dass ihm die kommende Kommunalwahl im März durchaus Mut macht. Das liege vor allem daran, dass man mit vielen Persönlichkeiten antrete, die man aus dem direkten Umfeld her kenne. Viele Menschen seien Stempel und Ide-ologien jeglicher Parteien überdrüssig, so Schopf in seiner Rede. Eine Partei sei demnach keine Garantie mehr dafür, um eine Kommunalwahl zu gewinnen. In erster Linie ginge es darum, Mehrheiten für Einzelprojekte zum Wohle des Bürgers zu erreichen.

Nach den Grußworten für das neue Jahr von Bürgermeister Volker Steinmetz appellierte der Kreisvorsitzende der FDP, Nils Weigand, an die Zuhörer, dass man bedenken solle, welch wichtige Ziele die Liberalen trotz eines schwierigen Jahres 2010 umgesetzt haben. Dazu zäh-len in erster Linie ein vernünftiges Energiekonzept mit einem Mix aus bewährten und regene-rativen Energien zu einem bezahlbaren Preis, sowie die Mitgliedschaft im UN-Sicherheitsrat. Für Nordhessen sei in erster Linie der Weiterbau der A49 entscheidend, was dem unermüdli-chen Engagement von Dieter Posch zu verdanken sei. Als die Herausforderung in den kom-menden Jahren nannte er den demografischen Wandel, da laut einer Studie des hessischen Wirtschaftsministeriums bis zum Jahr 2050 dem Schwalm-Eder Kreis rund 30% der Bevölke-rung verloren gingen.

Als Ehrengast begrüßte man schließlich den erfahrenen Kommunalpolitiker und Vorstands-vorsitzenden der B. Braun Melsungen AG, Prof. Dr. Ludwig Georg Braun. Braun begrüßte in seiner Rede die Wiederbelebung der sozialen Marktwirtschaft und einen Aufschwung in 2010. Man habe in Deutschland wieder an Wirtschaftskraft gewonnen, da man klugerweise bewährte Strukturen wie eine Stärkung des Mittelstandes nie aufgegeben habe. Als weiteren Grund nannte er vor allem die Innovation „Zentralisierung durch Digitalisierung“, was heut-zutage in vielen Unternehmen den entscheidenden Punkt ausmachen würde. So ließe sich die-ses Prinzip auch auf Kommunen übertragen, da man heute in der Lage ist, durch moderne IT-Technologien Verwaltung zusammenzulegen und Gelder dadurch einzusparen. Diese freiwer-denden Mittel seien dringend nötig. Gemeinde- und Kreisparlament, Land- und Bundestag, Europa… im weltweiten Vergleich seien dies zu viele Ebenen der Administration. Braun nannte ebenfalls den demografischen Wandel als eine der Hauptaufgaben.

„Sind Familie und Beruf heute noch vereinbar?“, fragte er das Publikum, worauf hin auch gleich seine Antwort folgte. Man werde hin zu Zweiverdiener-Familien kommen müssen, um den Lebensstandard zu sichern. Dabei müsse vor allem auf Betreuung und eine gute Bildung der Kinder Wert gelegt werden, um die sozialen Strukturen in unserem Land aufrechtzuerhal-ten. Ebenfalls müsse dabei auf eine Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ge-achtet werden. Diese Arbeit beginnt in erster Linie vor Ort in den Kommunen. Trotz all der bevorstehenden Aufgaben zeigte sich der Gastredner jedoch durchaus optimistisch und schloss seinen Vortrag mit den Worten: „Die Perspektiven für die Zukunft sind bestens – wir müssen es nur angehen.“. Darauf folgte ein lang anhaltender Applaus.

Text: Tobias Jäger, Heimatnachrichten vom 02.02.2011